Sakramente // Beichte

Das Sakrament der Versöhnung

Wenn Menschen Fehler machen, lassen sich viele davon wieder gut machen. Doch bei einigen machen wir die Erfahrung, dass sie die Beziehung zu anderen Menschen und zu Gott stark belasten. Das kann eine Versöhnung behindern, so dass Menschen an ihrer Tat oder ihrem Versäumnis leiden und zu verzweifeln drohen. Die Kirche ist davon überzeugt, dass Gottes Liebe größer ist als unser Versagen. In der Beichte spricht der Priester dem schuldig Gewordenen die Verzeihung Gottes zu und ermöglicht es so, sich mit Gott und seinen Mitmenschen zu versöhnen. Im Gespräch können die eigenen Fehler benannt und alternative Handlungsmöglichkeiten und neue Lebensperspektiven gefunden werden.

Jesus beauftragte seine Jünger: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr aber die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ (Joh 20,21-23)

Der Beichtende betritt den Beichtstuhl oder das Beichtzimmer, führt ein Beichtgespräch, bereut seine Sünden und empfängt die Vergebung mit den Worten: „Gott der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“