Kirchen // St. Martinus

Geschichte & Entstehung

Die Bramscher Kirche St. Martin aus dem 13. Jahrhundert wird im Zuge der Reformation den evangelischen Christen zugesprochen; eine katholische Gemeinde gibt es zunächst nur noch im nahen Malgarten.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts gibt es nachweislich Bestrebungen, für die allmählich gewachsene Zahl von Katholiken eine eigene Kirche in Bramsche zu errichten.

Drei Grundstücke (1,47 ha) werden mit Unterstützung des Pastors von Alfhausen und des Generalvikars erworben, aber zunächst erteilt der Bischof dem Bau einer Kirche eine Absage. Stattdessen erlaubt der Bischof dem Malgartener Vikar Klümper, für die Katholiken einen Schulraum und einen Betsaal anzumieten.

Im November 1885 schließlich genehmigt der Bischof den Bau einer katholischen Schule, und bereits im Herbst 1886 beziehen 33 katholische Kinder die neue Schule, in die auch eine durch eine spanische Wand getrennte Kapelle integriert ist.

1906 folgt die Anerkennung der noch zu Malgarten gehörenden Schulgemeine als Kapellengemeinde – mit Bramsche, Hesepe, Achmer und Pente; 1914/15 schließlich wird Bramsche Pfarrei und bereits wenig später beginnen die ersten Spendensammlungen für eine eigene Kirche in Bramsche.

Der beginnende Bau der Kirche 1927/28 wird zunächst durch die Feststellung eines sumpfigen, moorigen Untergrunds verzögert und vor allem verteuert.

1928 kommt es trotz der riesigen neuen finanziellen Probleme, verstärkt Inflation und Wirtschaftskrise, zur Grundsteinlegung durch Generalvikar Dr. Seling, am 28. September 1930 schließlich weiht Bischof Dr. Wilhelm Berning die Kirche, Kirchenpatron wird der heilige Bischof Martinus.

Mehrfach wird die Martinuskirche umgestaltet und neu ausgemalt, zuletzt 1978 und 1998